Mittwoch, 19. Juni 2013

How to get married in NYC – Aftershowparty

"Ich wünschte, ihr würdet öfter heiraten"

Heiraten ist einfach ganz großes Kino. Wirklich. Klar steckt man jede Menge Planung und Arbeit und Schweiß und Geld in diesen einen Tag, aber wenn es dann soweit ist, weiß man eines ganz genau: das war es wert!

Und weil ihr mich in der Vorbereitungsphase alle so wunderbar unterstützt habt, gibt es jetzt die versprochene Zusammenfassung meines/unseres ganz großen Tages.

Das Motto

Das Motto? Ratet mal.

Klaro, unsere Feier stand natürlich unter dem Motto "How to get married in New York City ". (Du weißt nicht warum? Schau mal hier: How to get married in NYC). Und versteckt haben wir unser New York-Thema in den Hochzeitsfarben (schwarz-weiß-rot wie der I ♥ NY-Button), der Tischdeko (I ♥ NY-Button, Big Apple, Fotos von New York-Stadtteilen) dem Tischplan (siehe unten), auf den Toiletten (Unnützes Wissen über New York an den Wänden) und der Musik (dazu später mehr)...




Die Brücke

Aber nicht nur wir haben das Thema "New York" überall reingequetscht, wo es reingepasst hat, auch unsere Gäste haben sich wohl gedacht "New York? Da können wir was draus machen." Und so haben unsere Freunde (die allerbesten der Welt übrigens) in einer dreieinhalb Monate (!) dauernden Aktion den Ort, an dem wir Ja gesagt haben, für uns nachgebaut. Mit original Blaupausen aus dem Internet sind sie losgezogen, haben eingekauft, gerechnet, geschnitzt, gefeilt und gespüht und haben uns eine maßstabsgetreure Brooklyn Bridge aus Holz nachgebaut. Mir fehlen immer noch die Worte (und jetzt weiß ich endlich auch, warum unsere Freunde in den letzten Monaten Freitags nie Zeit für uns hatten!)


Das Essen

Ja, wir hatten den tollsten Caterer überhaupt. Punkt. Anders kann ich es nicht sagen. Unser Grillbüffet mit American Beef Rinderhals, asiatisch mariniertem Spanferkelrücken, Wels im Bananenblatt, Hähnchen- und Gemüsespießen wurde begleitet von Gado-Gado, Tabouleh, Frittata und vielen anderen Leckereien und es war einfach nur perfekt. Sagen wir. Und sagen auch unsere Gäste (oder sie lügen uns an).

Ihr wollt euch auch mal vom besten Caterer der Welt verwöhnen lassen? Kein Problem, schaut mal hier: blanc & noir


Das Dessert

Es hat nur schlappe 4 Tage gedauert, das Dessertbüffet für die Gäste in meiner kleinen Küche selbst herzustellen. Ha. War ein Klacks! Die Hochzeitstorte hab' ich euch ja schon gezeigt, dazu gab es Brownies mit Himbeeren, Schoko-Karamell-Würfel mit Fleur de Sel, Kekse und - natürlich - den New York Cheesecake! Den hab' ich in ganz vielen klitzekleinen Gläsern gebacken und die waren so ratzfatz weg, dass es nicht einmal ein Foto gibt.



Die Pannen

Trotz perfekter Planung (ja, die Planung war perfekt!), kommt dann immer irgendwas anders. Aber wisst ihr was? Genau das macht den großen Tag dann absolut besonders!

Und hier das "Best of" der Hochzeitspannen:

Wir wollen mit unserem Hochzeitstanz loslegen, da sagt der DJ: "Sorry Leute, ich kann euer Lied nicht abspielen." Ach.

Zur Info: geplant war eigentlich Empire State of Mind von Alicia Keys - die Solo- und Klavierversion natürlich. Ging aber nicht. Der DJ sagt irgendwas mit Konvertierung oder so. Was sagt die entspannte Braut in so einer Situation? Egal! Spiel was anderes. Gesagt, getan.

Und als wir auf der Tanzfläche stehen, ertönt die groovige HipHop-Version mit JAY-Z unseres Liedes. Tja, was willste machen? Ein Walzer war das sicher nicht, aber wir haben uns souverän durchgeschunkelt - und hauptsache, wir sind unserem Motto treu geblieben.

Übrigens
Ja, das ist ein kurzer Petticoat, den ich da trage. Zum Tanzen nämlich viel toller als dieser olle lange Rock mit der Schleppe.

Kurz bevor der Nachtisch serviert wurde, kam die Cateringchefin und sagte: "öömmm, Frau T., tut mir leid, aber Ihre Schoko-Karamell-Würfel sind quasi mit der Backform verwachsen, die gehen da nie im Leben raus!" (nicht in dem Wortlaut, bestimmt hat sie sich diplomatischer ausgedrückt!)

Was sagt die entspannte Braut? Egal! Stellen wir es halt einfach so auf den Tisch. (Die Cateringchefin hat das klebrige Zeug am Ende doch herausgekriegt - wahrscheinlich mit purer Gewalt - und hat mir dann als kleines Hochzeitsgeschenk eine Dose Sprühtrennmittel geschenkt).

Ansonsten wurden die Cake Pops, die eigentlich für den Nachtisch gedacht waren, versehentlich zum Sektempfang serviert und der Hugo wurde durch ein kleines Missverständnis etwa eine Stunde trotz großer Nachfrage nicht serviert, weil der Service dachte, Hugo gäbe es nur für die Braut und das den Gästen auch so gesagt hat (wie geil ist das eigentlich?)

Und trotzdem (oder gerade deshalb): alles perfekt!


Für den Heimweg: die Gastgeschenke

Weil wir nicht nur die besten Freunde der Welt, sondern eigentlich so insgesamt die tollsten Gäste überhaupt hatten, wollten wir ihnen gerne was mit auf den Heimweg geben. Und deshalb haben wir in wochenlanger Kleinstarbeit (die ich von Herzen gerne gemacht habe!) kleine Take-Away-Boxen gebaut, die ein "Survival-Kit" für den nächsten morgen enthielten: ein Muffin, ein Tütchen Espresso-Pulver und eine Aspirin. Und für die Kids gab es einen Gute-Nacht-Keks oder einen Komm-gut-heim-Keks.



Die Photobooth

Last but not least präsentiere ich voller Stolz und ohne viele Worte die bereits erwähnten tollsten Freunde und Gäste der Welt:







Danke an unsere tolle Fotografin Kitty, den wunderbaren Caterer und vorallem an alle unsere Gäste inklusive den weltbesten Freunden, die uns zu Brückenbesitzern gemacht haben. Und danke an Richi für das netteste Kompliment von allen: "Ich wünschte, ihr würdet öfter heiraten".

Immernoch auf Wolke 7



Freitag, 14. Juni 2013

Allerfeinstes Give Away gefällig? Lieblings-Sommer-Kochbücher – kannste gewinnen!

YAY! Da isser endlich, der Sommer. Habt ihr noch dran geglaubt? Oder habt ihr schon resigniert? Und mit Wollsocken und Chai-Tee auf der Couch liegend gedacht: Gut. Muss ich mich für den Herbst zumindest nicht mehr groß umgewöhnen.

Aber jetzt ist der Sommer da. Und gut sieht er aus. Allerhöchste Zeit also, den Grill anzuschmeißen, den Picknickkorb zu packen oder einfach nur eine selbstgemachte Limo auf dem Balkon zu genießen.

Und dafür hab' ich zwei wunderbare Bücher für euch im Gepäck, die ihr - Trommelwirbel! - auch noch gewinnen könnt. Je ein Exemplar liegt für euch bereit und wartet auf einen neuen Besitzer.
Zack! Das hat was, oder?

Und ihr müsst fast nix dafür tun! Aber zuallererst sollt ihr die hübschen Stücke mal zu Gesicht bekommen:



Und, gefallen euch die beiden Bücher auf den ersten Blick genau so gut wie mir? Ich verrate ich schnell noch ein paar Details:

Das Konzept
Die Titel sprechen für sich: draußen essen, den Grill anwerfen, picknicken, Gartenfeste mit Dips und Limonaden. Genau das, was man jetzt braucht! Ein Highlight: das Grillgenuss-Buch ist nicht auf die warmen Monate beschränkt! Das Buch mit den Untertitel "für jede Jahreszeit" enthält auch fantastische Herbst- (Kürbis!) und Wintergerichte (Schweinebraten).



Funktioniert's?
Bei den Themen "Grillen" und "Draußen genießen" kann man ja nicht wirklich was falsch machen. Das erste Buch enthält alle Rezepte, die man für's Grillen braucht (und das sind längst nicht mehr nur Fleischrezepte!). Gemüse, Dips, Marinaden und natürlich auch Desserts vom Grill machen das Buch zum perfekten Grillbegleiter. Mein Favorit: das Kapitel "Ladies BBQ"!

Auch im zweiten Buch wird gegrillt, allerdings gibt's hier außerdem feine Picknick-Rezepte, die perfekt für unterwegs sind und schöne Gerichte für's Gartenfest. Oben drauf gepackt sind wichtige Fakten zur Picknick- Ausstattung und Gartenfest-Planung - da kann nix mehr schief gehen!

Besonders toll
Ich bin ein echter Fan von den Foto-Inszenierungen - die sind wirklich genial! Auch interessant: Kapitel wie "Welcher Grill soll's denn sein?".



Wermutstropfen
Bei Kochbüchern dieser Art wünsche ich mir ein "Gesicht hinter den Rezepten", wie ein Vorwort vom Autor, in dem er/sie etwas über die Buchidee und die Inhalte erzählt. Das würde die schönen Rezepte mit etwas mehr Leben, Liebe und Leidenschaft füllen.

Rezepte, die sofort auf der Nachkochliste landen
Grillgenuss: Thunfisch im Bananenblatt, tropisch marinierter Schwertfisch, Dosenhähnchen, Surf & Turf, gegrillter Pfirsich mit Kräutereis
Draußen genießen: Tomatenkuchen mit Erdbeeren und Mozzarella, Kalte Gurkensuppe mit Koriander-Lachs, Reissalat mit Mango, Pfifferlingkuchen, Rosenbowle

Fazit
Tolle Ausstattung und ein absolut fairer Preis. Mit diesem Büchern ist man allerbestens für die Grill- und Gartensaison gerüstet. 

Hier geht's zu den beiden Büchern:

Grillgenuss für jede Jahreszeit: Gut gezeigt was wirklich wichtig ist
Draußen geniessen: Sommerfeste, Grillen und Picknick

Und jetzt natürlich das Allerwichtigste: 

Wie kommt mein Name in den Lostopf?

Ganz einfach: verfasse bis zum 23. Juni 2013, 22.00 Uhr, einen Kommentar und schreibe, was du dir im Sommer am liebsten schmecken lässt. Schreibe auch gerne noch dazu, welches der beiden Bücher dein Herz schneller erobert hat, dann kann ich das berücksichtigen.

Die Gewinner werden dann in der darauf folgenden Woche aus allen Kommentaren ausgelost.

Wenn du anonym kommentierst, gib bitte deine E-Mail-Adresse an, damit ich dich anschreiben kann, wenn du gewonnen hast.

Und jetzt: viel Glück!!

Alles Liebe

Sonntag, 9. Juni 2013

Eis-Pops = Cake Pops aus der Tüte = Sommerfeeling hoch zehn

Wer sagt eigentlich, dass Cake Pops immer am Stiel stecken müssen? Wie wäre es denn zum Beispiel, wenn man die kleinen Kuchenkugeln einfach mal in 'ne Eiswaffel befördert? Ha! Das wär doch was!

Und in nullkommanix hätte man einen allerliebsten zuckersüßen Snack in der Hand und ein Lächeln im Gesicht.

Und übrigens: wenn man mal GAR KEINE Zeit zum Backen hat: schnell in den Supermarkt des Vertrauens hüpfen, einen Fertigkuchen in Kastenform kaufen, ihn heimlich zu Kuchenkugeln verarbeiten und es einfach keiner Menschenseele erzählen.


 
Zutaten für 12 Stück:

1 Fertigkuchen in Kastenform (und es keiner Menschenseele erzählen *hüstel) oder natürlich ein feiner selbstgebackener Rührkuchen von etwa 400 g
12 kleine Eistüten
100 g Doppelrahmfrischkäse
eventuell Zucker
100 g Kuvertüre
Zuckerstreusel

Zubereitung:

Den Kuchen aus der Verpackung nehmen und die Verpackung schnell verstecken. Falls der Kuchen mit einer Schokoladenschicht umhüllt ist, diese abschneiden (und sich vielleicht heimlich in den Mund stecken). Den Kuchen in eine Schüssel geben und mit den Händen zerkrümeln. Dann den Frischkäse dazu geben und mit den Händen einarbeiten.

Man kann den Frischkäse mit ein oder zwei Esslöffeln Zucker versetzen, ich finde den gekauften Kuchen aber schon ziemlich süß und verzichte deshalb.

Wenn die ganze Masse nun schön matschig ist, mit den Händen Kuchenkugeln formen. Bitte einmal ausprobieren, ob die Kugeln die passende Größe für die Eiswaffeln haben. Meine erste Fuhre war nämlich zu klein und die Kugeln sind einfach reingeplumst. Eine Kuchenkugel mit etwa 25-30g sollte gut passen.

Die Kugeln auf einen Teller geben und für 15 Minuten in das Gefrierfach stellen.

Währenddessen die Kuvertüre im Wasserbad schmelzen.

Wenn die Kugeln ein bisschen fest geworden sind, die Dinger in die Eiswaffel stecken und Kuvertüre darüber träufeln. Ich habe dafür einen großen Plastiklöffel genommen, das ging ganz gut. Unbedingt gleich mit Zuckerstreuseln oder was auch immer ihr wollt verzieren. Wenn die Kuvertüre erstmal trocken ist, hält nämlich nichts mehr auf der Schokolade. Und das war's schon.

Allerliebste Sommer-Eis-Freibad-Grüße




Freitag, 31. Mai 2013

Ja, ich will... Kuchen!

Meine klitzekleine, selbstgemachte Hochzeitstorte mit Schokolade, ganz viel Liebe und so vielen Kalorien wie Astronautennahrung


Nach und nach trudeln die Fotos unserer Hochzeitsfotografin ein und bei jedem Bild bin ich entzückt, gerührt und begeistert, weil mir wieder einfällt, wie unglaublich dieser Tag war. Die schönsten Schnappschüsse stelle ich gerade für euch zusammen, aber die Torte kann natürlich nicht warten.

Tadaaaa - ich präsentiere stolz: meine selbstgemachte klitzekleine Hochzeitstorte! Ein Traum aus Schokolade, Espresso, gerösteten Pekannüssen und mit so vielen Kalorien wie Astronautennahrung.

Ich hab' wirklich eeeewig drüber nachgedacht, was ich zur Hochzeit backen soll und natürlich dachte ich an diese gigantischen, fünfstöckigen, zuckerüberzogenen, blumenbestückten Torten. Aber ich konnte mich irgendwie nicht damit anfreuden. Ich hab' das Ganze in kleinen Portionen mal ausprobiert, aber ganz ehrlich: Fondant ist doch echt bäh!! Schmeckt mir einfach nicht. Und plötzlich hab' ich meine Gäste vor mir gesehen, wie sie die unsagbar süß-klebrige Schicht mit der Gabel vom Kuchen kratzen und heimlich unter der Serviette verschwinden lassen.

Und was kommt dann zum Vorschein? Eine fette Buttercreme, die auch nicht unbedingt jedermanns Geschmack ist. Da ich aber sowieso nicht jedermanns Geschmack treffen kann, habe ich beschlossen, zumindest meinen eigenen zu treffen. Ätsch! Und was geht immer? Natürlich Schokolade!

Für alle Gäste, die nicht süchtig nach Schokolade sind, habe ich andere feine Leckereien gezaubert und statt fünfstöckiger Hochzeitstorte eine Candy-Bar kreiert. Mehr davon gibt es in Kürze hier.





Bis dahin allerliebste frisch verheiratete Grüße



Und wie macht man dieses Kalorienbömbchen? Eigentlich ganz einfach :)

Zutaten für zwei Böden (die werden dann aufeinander gesetzt) mit je 26 cm Durchmesser:

2x 200 g beste Zartbitterschokolade
2x 5 EL starker Espresso
2x 225 g weiche Butter
2x 225 g brauner Zucker
2x 7 Eier (ja, sieben!)
2x 130 g Pekannüsse
2x 130 g Mehl
2x 2,5 TL Backpulver

Für die Füllung:

200 g beste Zartbitterschokolade
100 g Butter
6 TL starker Espresso
8 EL Crème fraîche
100 g Puderzucker
100 g Pekannüsse

Zubereitung:

Die beiden Böden habe ich nacheinander gebacken. Also erstmal eine Springform einfetten und den Backofen auf 160°C Umluft vorheizen. Die Mengenangaben (also z.B. 200 g Schokolade) beziehen sich auf einen Boden.

Die Schokolade zusammen mit dem Espresso im Wasserbad schmelzen. Dann die weiche Butter mit dem Zucker schaumig rühren. Die Eier nach und nach unterrühren. Die Masse sieht dann etwas komisch aus, weil sie gerinnt, das ist aber normal. Der Kuchen wird trotzdem fantastisch.

Die Schokolade dazu geben. Zum Schluss die grob gehackten Pekannüsse dazu geben.

Mehl und Backpulver sieben und dann vorsichtig unterheben.

Den Teig in die Form füllen und ca. 50 Minuten backen. Besser aber nach 40 Minuten schon eine Stäbchenprobe machen.

Den zweiten Boden genau so backen.

Die Böden schmecken auch nach ein bis zwei Tagen noch lecker. Die Füllung würde ich aber ganz frisch zubereiten (Achtung: Wartezeit einrechnen! Die Füllung muss eine gute Stunde im Kühlschrank stehen, bis sie streichfest ist).

Dafür Schokolade, Butter, Espresso und Crème fraîche wieder im Wasserbad schmelzen. Vom Herd nehmen und den Puderzucker langsam einrühren. Dann in den Kühlschrank stellen, bis die Füllung streichfest ist (das dauert etwa ein bis zwei Stunden). In der Zwischenzeit die restlichen Pekannüsse grob hacken und in einer Pfanne ohne Fett rösten.

Die Creme auf beide Böden verteilen, Nüsse drüber streuen und die Böden aufeinander setzen.

Gar nicht so schwer, oder?

Donnerstag, 30. Mai 2013

Meine neue Liebe: Erdbeer-Schokoladen-Scones

Der Überschrift ist nichts hinzuzufügen. Ich möchte nur noch diese Scones essen. Jeden Tag. Ich bin verliebt.

Falls ihr noch nie Scones gegessen habt: tut es! Scones gehören eigentlich auf eine britische Teetafel, sie schmecken aber auch zum Frühstück (und zu jeder anderen Tageszeit!) grandios! Sie sind weniger süß als Muffins, aber genau so vielseitig, weil man sie quasi  mit jedem Geschmack versetzen kann. Die Erdbeer-Schokoladenversion toppt aber alles, was ich bisher probiert habe ♥ 

Außerdem sind sie ratzfatz zubereitet, ihr müsst am Wochenende also nur ein klitzekleines bisschen früher aufstehen und diese leckeren Teilchen kurz in den Ofen schieben - und dann Augen zu und genießen!

Übrigens: Scones werden traditionell mit Clotted Cream gegessen, einer Art Streichrahm. Frischkäse schmeckt auch toll dazu :)  


Zutaten für etwa 12 Stücke:

300 g Mehl
etwa 30 g brauner Zucker
2 TL Backpulver
eine Prise Salz

125 g kalte Butter
125 ml Buttermilch
1 Ei

100 g Erdbeeren, geviertelt
50 g Schokolade, grob gehackt

Zubereitung (ca. 35 Minuten):

Den Ofen auf 170°C Umluft vorheizen (oder Ober-/Unterhitze 190°C). Mehl mit Zucker, Backpulver und Salz in einer großen Schüssel vermischen. Die Butter in kleinen Würfeln dazugeben und mit den Händen verkneten. Schokoladenstückchen mit dem Teigschaber untermischen. Das Ei mit der Buttermilch verquirlen und ebenfalls zum Teig geben. Kurz kneten und den Teig dann als etwa 2cm hoher Fladen auf ein Backblech mit Backpapier legen.

Jetzt mit einem Messer schon vorsichtig einschneiden. Das heißt, den Fladen wie einen Kuchen in 8-12 Stücke teilen, aber nicht bis zum Boden durchschneiden. Die Stücke werden also nur angedeutet und nach dem Backen dann richtig geteilt.

Zum Schluss die geviertelten Erdbeeren in den Teig drücken und noch etwas braunen Zucker drüber streuen. 18-20 Minuten backen. Um am besten das erste Stück noch warm essen.

Scones werden schnell trocken und können nicht so gut aufbewahrt werden. Deshalb gleich alle Stücke am ersten Tag verputzen :)

Samstag, 25. Mai 2013

Heißer Himbeer-Trifle - Der Nullkommanix-Drei-Minuten-Nachtisch

Wenn's mal richtig schnell gehen muss mit dem Nachtisch, reichen eigentlich drei Minuten Zeit und drei Zutaten: Tiefkühl-Obst, Kekse und Joghurt bzw. Quark bzw. Sahne.

Und mal ehrlich: das hat doch jeder im Haus. Also nix wie los und ratzfatz ein ultaleckeres Dessert gezaubert.

Ja, ich gebe zu, ich mag mein Himbeer-Trifle mit ein bisschen Thymian, aber keine Sorge: das geht auch ohne! Statt Thymian kann man auch durch ein bisschen Schokoladenraspel oder Nüsse über den Nachtisch kippen. Oder einfach pur genießen.


Zutaten für zwei superleckere Himbeer-Trifle:

3-4 große Löffelbisquits (oder andere Kekse)
200 g Sahnejoghurt (auch normaler Joghurt funktioniert prima oder Sahne oder Quark)
ca. 100 g TK-Himbeeren
1 TL Honig
1 TL Vanillezucker oder normaler Zucker
Wer das noch toppen will: Thymian, Schokoraspel, Nüsse etc.

Zubereitung:

Die TK-Himbeeren in einen Topf geben und mit einem TL Honig erwärmen. Währenddessen die Kekse grob zerbrechen und in zwei Gläser verteilen. Den Joghurt mit dem  Vanillezucker verrühren. Ich gebe gerne auch noch 1 TL Vanilleessenz dazu. Wenn ihr übrigens richtige Süßschnäbel seid, könnt ihr natürlich auch mehr Zucker nehmen. Einfach kurz den Finger in den Joghurt stecken und probieren, ob es süß genug ist. Ich nehme übrigens selbstgemachten Vanillezucker*, der schmeckt viel besser als der gekaufte. Wenn ihr keinen Vanillezucker zuhause habt, könnt ihr auch normalen Zucker nehmen. Den Joghurt auf den Keksen verteilen. Inzwischen müssten die Himbeeren aufgetaut sein und ihr habt eine feine Himbeersauce. Über den Joghurt geben und am besten sofort warm essen. Wer  mag, kann ein paar feine Blättchen getrockneten Thymian darauf geben - das passt wunderbar zu den Himbeeren! Als Topping eignen sich aber auch Schoki (passt halt zu allem!), Nüsse oder was ihr eben gerade im Haus habt.

*Wie macht man eigentlich selbst Vanillezucker? Ein sauberes Glas mit Schraubverschluss mit Zucker füllen und immer, wenn ihr beim Backen eine Vanilleschote ausgekratzt habt, die Reste der Schote in das Glas stecken. So nimmt der normale Zucker das Vanillearoma an.


Sonntag, 19. Mai 2013

Erdbeer-Basilikum-Limonade - ich sag' DANKE

Eine Woche nach unserer Hochzeitsfeier fehlen mir noch irgendwie die Worte. Ich sitze zwischen unzähligen Glückwunschkarten, Geschenken und Fotos und kann immernoch nicht glauben, wie viele Leute an uns gedacht haben. Trotzdem mache ich mich jetzt schnell daran, die Fotos für euch zu sortieren und mich zu sammeln, damit ich euch davon berichten kann. Von den Pannen (das falsche Eröffnungslied), den Kuchen (die nicht aus der Form wollten) und den Highlights (am Ende war da diese Brücke). Bis dahin schenk' ich euch eine Limo ein und sag' danke. An alle, die an uns gedacht haben. Und damit seit auch ihr gemeint. Danke für die vielen lieben Worte, Nachrichten und Kommentare. Ihr seid der Wahnsinn!

Zutaten (für ca. 750 ml):

100 g Zucker
100 ml Wasser
2-3 Zweige Basilikum (auch Rosmarin oder Minze passt gut)
600 g Erdbeeren, frisch oder tiefgekühlt
ca. 50 ml Limettensaft (das entspricht etwa 3 Limetten)
600 ml Mineralwasser
Eis



Zubereitung (ca. 15 Minuten + eine Stunde Wartezeit):

Wasser und Zucker in einen Topf geben und erhitzen, bis sich der Zucker aufgelöst hat. Dabei gelegentlich umrühren. Nun habt ihr Läuterzucker hergestellt, den ihr aromatisieren könnt. Ich habe Basilikum genommen, weil ich die Kombination sehr mag, aber seid ruhig kreativ - auch andere Kräuter und Gewürze passen zu Erdbeeren.

Basilikum in den Läuterzucker geben und etwa 1 Stunde ziehen lassen. In der Zwischenzeit die Erdbeeren putzen bzw. auftauen. Dann pürieren und durch ein Sieb streichen. Nach einer Stunde auch den Läuterzucker durch ein Sieb geben und mit dem Erdbeerpüree vermischen. Jetzt nach und nach Limettensaft und Mineralwasser  und zum Schluss Eis hinzugeben. Ruhig zwischendurch abschmecken - ich mag meine Limo weniger süß und nehme deshalb etwas etwas mehr Mineralwasser. Wie mögt ihr eure Limo?


Freitag, 10. Mai 2013

"Schatz, ich hab' meinen Ehering verloren" und andere zentrale Sätze in der Vorhochzeitswoche

Jetzt ist es also fast soweit. Nur noch einmal Schlafen bis zum großen Tag. Die Vorbereitungen sind abgeschlossen und wir nehmen jetzt einfach alles, wie es kommt. Klar. Wir sind entspannt. Deshalb haben wir in der Vorhochzeitswoche auch nur überaus entspannte Gespräche geführt.

6 Tage bis zur Hochzeit: "Schatz, hast du meinen Ehering gesehen? Den hab' ich grade nur ganz kurz zum Geschirrspülen ausgezogen..." ruft mein Angetrauter durch die Wohnung. Schade nur, dass ich seinen Ehering nicht gesehen habe. Wir suchen also in der Küche. Und dann im Wohnzimmer. Und dann im Bad. Und irgendwann sogar im Keller. Nach einer Stunde zieht sich mein Liebster Putzhandschuhe an und beginnt, den Mülleimer zu durchwühlen, weil er den Ehering zwischen Eierschalen und Kaffeesatz vermutet. Fehlanzeige. Der Ring ist inzwischen aufgetaucht, er wurde nämlich gar nicht "kurz zum Geschirrspülen ausgezogen", sondern lag im Bett zwischen den Matratzen, wo er wahrscheinlich nachts verloren gegangen ist. Alles ist gut. Wir sind entspannt.

5 Tage bis zur Hochzeitsfeier: ich erzähle meinem Liebsten stolz, dass der Fotograf nun sogar unser Logo auf die Kärtchen mit dem Link zur Internetgalerie druckt. Er: "Wir haben ein Logo?". Ich: namenloses Entsetzen. Ich habe in den letzten 8 Monaten wahrscheinlich kein Bild öfter gesehen als dieses verdammte Logo. Aber gut. Ich bin entspannt.

4 Tage bis zur Hochzeitsfeier: die Braut beschließt, dass zwei paar Schuhe für die Feier DEFINITIV zu wenig sind und ganz schnell noch ein drittes (wenn nicht sogar ein viertes!) her muss! Ich frage meinen Mann, ob das übertrieben ist. Er sagt: "Nein Schatz, das ist unser großer Tag. Putz dich raus." Seht ihr, deshalb hab' ich ihn geheiratet :) Also ab in die Stadt geflitzt und gefühlte hundert Paar Schuhe anprobiert. Jetzt habe ich vier Paar: eins für den offiziellen Teil (bequem - längeres Stehen ist unproblematisch), eins für den inoffiziellen Teil (wirklich unbequem, aber unglaublich toll aussehend! - ganz eindeutig Sitzschuhe), eins für später (zum Tanzen und Rumhüpfen) und eins für den Fall der Fälle (wir wandern nachts betrunken zur Tankstelle, um anschließend über den Zaun im Freibad zu klettern). Ich bin also für jede Eventualität ausgestattet. Ihr seht: alles ganz entspannt.

3 Tage bis zur Hochzeitsfeier: mein Mann sagt ganz unschuldig: "Du, Schaaatz, ich hab' eine Dose Cola im Gefrierfach vergessen. Die ist explodiert". Ich denk' mir erst ok, kann ja mal passieren. Dann fällt mir ein: F*ck!! Das ganze Gefrierfach ist voll mit Geschenken, die ich für die Hochzeitsgäste gebacken habe. Was jetzt?? Ach, was soll's. Vielleicht merken es die Gäste gar nicht (betrunken? dunkel?) Oder vielleicht schmeckt es ja jetzt erst richtig gut... Zurücklehnen, entspannen.

2 Tage bis zur Hochzeitsfeier: wir sind voll im Zeitplan. Seit 7 Uhr morgens wird gebacken, was das Zeug hält. Der erste Teil ist im Ofen und sieht wunderbar aus. Dann plötzlich ein Schlag und der Ofen ist aus. "War das die Sicherung?" rufe ich aus der Küche. Kein Thema, denke ich. Einfach wieder rein das Ding. Doch dann steht mein Mann laut fluchend im Treppenhaus. Die Sicherung ist nämlich nicht einfach raus, sondern kaputt. Gebrochen. Was auch immer mit so einer dämlichen Sicherung passieren kann. Und selbstverständlich ist ein Feiertag, das heißt, mal kurz rüber zum Elektrofachhandel unseres Vertrauens hüpfen, können wir vergessen. Panik? Ich mache mir aber überhaupt keine Gedanken darüber, jetzt bis morgen im Dunkeln zu sitzen. Nein. Meine Sorge gilt einzig und allein dem Kuchen im Ofen. Wie geht es ihm? Ist er fertig? Was wenn nicht? Kurze Zeit später ist unsere Sicherung ausgetauscht (danke, Herr Nachbar!) und der Kuchen gerettet. Wieder alles entspannt.

Nun ist die Vorhochzeitswoche vorbei. Der durchdringende Geruch nach Schokolade und Butter, der in unserer Wohnung seit einigen Tagen vorherrscht, hat meinen Süßhunger für die nächsten Wochen gestillt. In allen Zimmern verteilt stehen Kisten, die wir jetzt zur Location transportieren. Und dann war's das. Dann kann der große Tag kommen. Das Wetter soll irgendwas zwischen "schlecht" und "richtig schlecht" werden. Aber was soll's. Sommer ist was in deinem Kopf passiert. Wir sind entspannt. Alles wird gut.

Mittwoch, 1. Mai 2013

Chocolate-Chip-Cookies für die Nerven oder was kann bei einer Hochzeit eigentlich alles schief gehen?

Jetzt sind es tatsächlich nur noch 10 Tage bis zur Hochzeit. Und langsam hab' ich echt Schnappatmung. Vielleicht geht noch was schief. Vielleicht wirft unser wunderbarer Caterer entnervt das Handtuch, weil ich mich nicht zwischen Panna Cotta und Mousse au Chocolat entscheiden kann. Vielleicht liefert unser Getränke-Händler zu wenig Alkohol, weil er nämlich findet, dass wir bei der Bestellung ein bisschen übertrieben haben (Hallo! Deshalb kauft man ja auf Kommission ein! Außerdem scheint er unsere Freunde nicht zu kennen.). Vielleicht geht mein Ofen kaputt, ich kann keine Hochzeitstorte backen und alle werden verhungern. Oder vielleicht gewinnen die Stuttgarter Kickers am 11. Mai das letzte Heimspiel 10:0 und meine Gäste inklusive Bräutigam stürmen das Stadion, statt zur Feier zu kommen. Wäre alles denkbar.

Es wäre aber auch denkbar, dass alles gut läuft. Dass es den Gästen völlig egal ist, ob es Mousse au Chocolat oder Panna Cotta gibt, weil es noch gefühlte 20 andere Desserts gibt. Dass der Getränkehändler liefert wie bestellt und keiner verdursten muss. Dass keiner auf die Torte fällt. Dass die Kickers gewinnen und die Leute trotzdem lieber zur Hochzeit kommen. Und dass am Ende alle satt und glücklich und betrunken sind.

Ich  bin optimistisch. Und damit das auch so bleibt, gibt es oberleckere Chocolate-Chip-Cookies für die Nerven.


Zutaten für ca. 20 große Cookies:

140 g Mehl
60 g Stärke
1/2 TL Natron
1/2 TL Backpulver
eine Prise Salz

125 g weiche Butter
100 g brauner Zucker
50 g weißer Zucker
1 Ei
1 TL Vanilleextrakt
200 g Zartbitterschokolade in Stücken.

Zubereitung:

Den Backofen auf 180°C vorheizen. Ober-/Unterhitze funktioniert gut, Umluft auch (dann aber 160°C!).

Zuerst Mehl, Stärke, Natron, Backpulver und Salz abmessen und in eine Schüssel sieben. Die Butter zusammen mit beiden Zuckersorten ein paar Minuten schön schaumig schlagen. Dann das Ei und Vanilleextrakt dazugeben. Die Mehlmischung hinzugeben und mit dem Teigschaber oder Kochlöffel nur kurz unterheben (es ist ok, wenn man noch weiße Mehlflecken im Teig sieht!). Die Schokostückchen ebenfalls kurz mit dem Teigschaber untermischen, bis sich alles gerade so verbunden hat. Wer mag, kann den Teig jetzt ein viertel Stündchen in den Kühlschrank stellen, dann lässt er sich besser verarbeiten. Eilige und Hungrige können diesen Schritt aber auch auslassen, das klappt trotzdem.

Zwei Backbleche mit Backpapier auslegen, den Teig zu Kugeln rollen und mit großem Abstand auf dem Blech platzieren. Wirklich viel Platz dazwischen lassen, die Kekse breiten sich enorm aus! Etwa 15 Minutn backen bis die Cookies Farbe haben.

Nach einem Rezept aus "Let's Bake" von Cynthia Barcomi, Mosaik-Verlag, München, 2013

Donnerstag, 25. April 2013

Sommer-Grüße und Spargel-Liebe

Ein turboschneller Gruß an euch, bevor es wieder raus in die Sonne geht. Der Sommer ist da. Es gibt Spargel. Dazu feiner Parmaschinken und ein Ei von einem glücklichen Huhn. Danach frische Erdbeeren. Mehr braucht es nicht zum Glücklich sein.

Habt einen wunderschönen Sommerabend



Sonntag, 21. April 2013

Schnell und fein für Zwischendurch: Quark-Schnecken mit Karotten, Ingwer und Koriander

Damit ihr mich nicht vergesst, obwohl ich euch vor lauter Hochzeitsvorbereitungen so sträflich vernachlässige, gibt es heute Morgen einen schnellen Sonntagsgruß.

Die Vorarbeiten für den großen Tag laufen auf Hochtouren: Bastelschere und Pritstift liegen bereit und auf mich warten kistenweise süße, kleine Geschenke, die verpackt werden möchten.

Doch bevor ich starte, brauche ich natürlich was Leckeres im Bauch. Und bestimmt hab' ich in ein paar Stunden auch schon wieder Hunger (wenn ich nicht alle paar Stunden was zu essen kriege, werde ich nämlich schnell ziemlich unausstehlich...). Deshalb gibt es heute perfekte, kleine Snacks, die ich mir den ganzen Tag schmecken lassen kann, ohne lange in der Küche rumzueiern.


Die kleinen, feinen Quark-Schnecken aus Hefeteig kann man praktisch mit allem füllen, was schmeckt. Die Kombination Karotten-Ingwer-Koriander gehört aber zu meinen absoluten Lieblingen

So. Genug geredet, schnell was essen und ran an die Geschenke! Nur noch knapp drei Wochen, der Countdown läuft :)




Zutaten für 12-16 Stück:


500 g Mehl (Typ 550)
20 g frische Hefe
200 ml Milch
1 Ei
100 g weiche Butter
Salz

Füllung:
200 g Karotten, gerieben
1 Bund Koriander
ein Kubbel Ingwer (etwa 15-20 g)
125 g Bergkäse
250 g Quark (20% Fett)
2 Eigelb
etwas Currypulver
Salz
Cayennepfeffer



Zubereitung:

Mehl mit 1 TL Salz mischen. Die Milch erwärmen bis sie lauwarm ist und die Hefe hineinbröckeln. Hefemilch, Ei und Butter zum Mehl geben und den Teig etwa 3 Minuten kneten. Den Teig mit einem feuchten Tuch abdecken und an einem warmen Ort etwa 45 Minuten bis 1 Stunde gehen lassen.

Inzwischen alle Zutaten (Karotten, Ingwer, Bergkäse) reiben und mit gehacktem Koriander, Quark, Eigelben und Gewürzen vermischen. Backofen auf 190° vorheizen. Ein Muffinblech mit Papierförmchen auslegen.

Den Teig etwa 50x20 cm groß ausrohlen und die Quarkmischung wie bei einem Strudel darauf verteilen - den Rand also frei lassen. Den Teig einrollen und den "Strudel" in 12 Teile schneiden (bei mir sind es ein paar mehr geworden).

Teigstücke in die Muffinförmchen setzen und nochmals 10 Minuten ruhen lassen. Dann 15-20 Minuten backen bis sie Farbe angenommen haben.

Nach einem Rezept aus "Lust auf Genuss", 4/2013, München

Samstag, 20. April 2013

Kulinarische Reise nach Wien Teil 3: Buchvorstellung Wiener Küche meets New York

Mit etwas Verzögerung gibt es heute endlich den dritten und letzten Teil meines kulinarischen Wien-Berichts. Zum Abschluss präsentiere ich euch ein wunderbares Buch, das mir in die Hände gefallen ist und das die Wiener Küche modern und elegant präsentiert wie kein anderes. Der Clou: es gibt sogar eine Verbindung nach New York ♥ Der Autor und österreichische Sternekoch Kurt Gutenbrunner betreibt nämlich aktuell fünf Restaurants in New York und serviert dort traditionell österreichische Küche, gemischt mit neuen, modernen Kreationen.

Ein Besuch in einem seiner Restaurants kommt auf jeden Fall auf meine New-York-To-do-Liste :)



Das Konzept
Wiener Tradition trifft New Yorker Schick. Heraus kommt eine rundum gelungene Rezeptesammlung aus feinen traditionellen Süßspeisen und den typischen Wiener (Fleisch-)gerichten, die weder angestaubt noch altbacken wirkt, sondern modern und frisch. Dazu gibt's Kunstwerke auf den Fotos - da hat der Kunstinteressierte unter den Köchen sogar noch was für's Auge.

Funktioniert's?
Aber hallo! Wenn ich ganz ehrlich bin, gehört die österreichische Küche nicht gerade zu meinen Leib- und Magenküchen. Zu viel Fleisch, zu üppig, zu mächtig... Kurt Gutenbrunner aber präsentiert Klassiker wie Apfelstrudel und Mohnguglhupf im feinen Gewand, ohne dass es plump wirkt. Auch Gulasch und Schnitzel sehen hier irgendwie nach Sterneküche aus und leichte Kreationen wie Spargel mit Räucherlachs, kalte Flusskrebssuppe oder Topfenravioli mit Nussbutter runden die Rezeptauswahl ab.



Was ist anders?
Wien trifft New York. Das ist anders.

Besonders toll
Kapitel wie "Strudelgeheimnisse" oder "Schnitzelgeheimnisse". Darin erklärt Kurt Gutenbrunner, wie man den perfekten Strudel bzw. das perfekte Schnitzel kreiert.

Schon probiert
Der Apfelstrudel - ein Traum! Schoko-Mandeln. Hhhmmmm... Als nächstes wage ich mich an den Tafelspitz. Oder an das Rehgulasch. Oder oder oder...

Wermutstropfen
Ich hab' einen gesucht. Ehrlich. Hab' keinen gefunden.



Fazit
Das Buch ist zwar nicht ganz günstig, aber für Liebhaber der österreischen und auch für Fans der gehobenen Küche jeden Cent wert!

Hier geht's zum Buch: Die neue Cuisine. Die elegante Küche Wiens  

Für alle Bilder gilt: Copyrigt "Neue Cuisine / Collection Rolf Heyne" 


Sonntag, 7. April 2013

Kulinarische Reise nach Wien Teil 2: Apfelstrudel (und warum es hier gerade so ruhig ist...)

Da isser endlich: mein erster Apfelstrudel. Hach, war der lecker!

Aber seht ihr auf den ersten Blick, was fehlt? Ha! Die Rosinen! Die hab ich aber nicht etwa absichtlich weggelassen, weil ja eh niemand Rosinen mag. Nein, ich hab welche gekauft, hab mich ans Backen gemacht und als ich die Mischung angerührt hatte, hab ich die verdammten Rosinen einfach nicht mehr gefunden. Die gesamte Küche wurde auf den Kopf gestellt, aber keine Chance. Die Rosinen waren weg. Und da bei mir meist Sonntag Backtag ist, konnte ich auch nicht schnell zum Laden um die Ecke hüpfen und noch ein Päckchen kaufen. Deshalb: Apfelstrudel ohne Rosinen. Trotzdem fein!

Das Rezept habe ich aus einem unglaublichen Buch, das ich euch bald gerne näher vorstellen möchte:
Die neue Cuisine. Die elegante Küche Wiens

Aber gerade komme ich einfach nicht dazu, tut mir leid. Was ist da los, fragt ihr euch zurecht. Ich poste kaum noch und beantworte nicht mal Kommentare, ich treulose Tomate. Und warum? Weil unsere Hochzeitsfeier jetzt quasi vor der Tür steht (noch 34 Tage *schluck). Über 100 Gäste wollen im Mai von uns bespaßt und verköstigt werden und obwohl ich wunderbare professionelle Unterstützung habe, ist der Aufwand eben doch nicht zu unterschätzen. Deshalb bin ich seit Wochen  am Basteln, Backen und Besorgen und im Moment ist kein Land in Sicht. Ich hoffe also, ihr verzeiht mir, wenn es hier in nächster Zeit auch etwas ruhiger ist... Dafür zeige ich euch am Ende meiner produktiven Phase auch sehr gerne die Ergebnisse :-)

Jetzt aber der Apfelstrudel:


Zutaten (laut Rezept für 6 Personen - bei mir hat es eher für doppelt so viele gereicht!):

Süße Brösel:
4 EL Butter
50 g Zucker
250 g grobe Semmelbrösel

Strudel:
180 ml Sauerrahm
1 EL brauner Rum
4 große Äpfel, geschält und in feine Scheiben geschnitten
100 g Zucker
125 g grobe Semmelbrösel
wer hat: etwa 100 g Rosinen
100 g Walnüsse, fein gehackt
5 Blatt Strudelteig (40x50cm)
6 EL geklärte Butter*
Puderzucker
Schlagsahne zum Servieren

*geklärte Butter brennt beim Backen nicht an und sorgt dafür, dass der Strudel schön kross wird. Und so wird's gemacht: Butter in einem Topf zerlassen und 10 Minuten köcheln lassen - vorsicht: die Butter darf nicht anbrennen! Den Topf vom Herd nehmen und den Schaum an der Öberfläche abschöpfen. Die Butter aus dem Topf ohne die Milchbestandteile am Boden in eine Schüssel gießen - diese geklärte Butter hält sich im Kühlschrank bis zu einem Monat.

Zubereitung:

Süße Brösel:
Butter in einem kleinen Topf zerlassen und dann den Zucker darin unter gelegentlichem Rühren auflösen (2-3 Min.). Dann die Semmelbrösel hinzugeben und unter ständigem Rühren 2-3 Min. anrösten. Den Topf vom Herd nehmen.

Strudel:
Backofen auf 230° vorheizen.

Sauerrahm und Rum in einer großen Schüssel glatt rühren. Apfelscheiben unterheben. Dann Zucker, süße Brösel, Semmelbrösel, Rosinen und Walnüsse dazu geben.

Das erste Teigblatt auf die Arbeitsfläche legen und mit geklärter Butter bestreichen. Puderzucker drüber geben. Die übrigen 4 Blätter darüber legen und jedes Mal Butter und Puderzucker auf die Teigblätter geben.

Die Füllung auf dem Teig verteilen, Rand frei lassen. Den Strudel straff aufrollen und die Enden einklappen. Nochmals mit geklärter Butter betsreichen und mit Puderzucker bestäuben.

Den Strudel 15-20 Minuten backen und danach 5-7 Minuten abkühlen lassen. Warm mit Schlagsahne servieren.

Nach einem Rezept aus "Neue Cuisine" von Kurt Gutenbrunner, Collection Rolf Heyne, München, 2013.

Freitag, 29. März 2013

Kulinarische Reise nach Wien Teil 1: Kaffeehäuser und Beisln

Frühling in Wien. Das war der Plan. Hach, wär das schön gewesen.

Aber mal ehrlich: wer im Januar ins Reisebüro stapft und einen Städtetrip für Ende März bucht, rechnet auch nicht wirklich mit Eisregen und Schneesturm. War dann aber so. Yay.

Und was tut man in so einer Situation? Natürlich das Beste daraus machen und den ganzen Tag in Kaffeehäusern sitzen. Um dann am frühen Abend weiterzuziehen und in einer Beisl einzukehren. Schnitzel essen. Bierchen trinken. Es ließ sich also - trotz Januar-Feeling im März - durchaus aushalten im hübschen Wien :).

Außerdem übertreibe ich auch ein bisschen: nach zwei Tagen Eisregen wurden wir nämlich mit dem ersten Frühlingstag belohnt: 14 Grad, Sonne! - da ist uns vor Freude glatt der Glühwein aus der Hand gefallen...

Alles in allen war es also doch ein wunderbarer Ausflug in die österreichische Hauptstadt mit den vielen bekannten imposanten Bauwerken (selbst ein schnöder H&M steckt in einem zauberhaften verschnörkelten Haus mit knarrenden Treppen und Stuck an der Decke).

Besonders toll an Wien: die Gastronomieszene bleibt sich treu, was irgendwie ehrlich wirkt. Man setzt auf ausgedehnte Kaffeehaus-Aufenthalte, in denen es neben der obligatorischen Sachertorte auch herzhafte Gerichte wie Gulasch gibt und außerdem auch Wein, Bier und sogar Cocktails. Abends kehrt man irgendwo ein, um Forelle, Wiener Schnitzel und Kürbisravioli mit Steirischem Kernöl zu essen. Mehr braucht es auch nicht zum Glücklichsein.

Für euch gibt es jetzt die leckersten Adressen, Rezepte und Mitbringsel aus der österreichischen Hauptstadt - vielleicht habt ihr ja auch Lust auf einen kleinen Ausflug...

Das Kaffeehaus
Wiener Kaffeehäuser sind einfach legendär. Man sitzt auf roten Polstern und bestellt eine Melange/einen Mokka/einen Verlängerten oder eine der zig anderen Kaffeevarianten, von denen wir zuhause noch nie gehört haben. Oder man genehmigt sich am Mittag ein Gläschen Wein. Man liest Zeitung. Schaut dem Treiben zu. Stundenlang. Nie wird man zu einem zweiten Kaffee gedrängt oder schräg vom Kellner angeschaut. Außer man stürzt sein Getränk und verlangt nach 20 Minuten die Rechnung. Das machen nur die Touristen - (also wir, wir haben's ja eilig :). In Wien hat man halt die Ruhe weg.



Ich habe mich fleißig durch die Speisekarte probiert und habe Folgendes gelernt: Sacher-Torte ist nicht meins. In Rum getränkter Biskuit mit Marmelade und Kuvertüre. Nicht besonders spannend. Ich hatte mir wirklich mehr erhofft. Mehr schokoladig. Mehr fluffig. Mehr was auch immer.

Aber: der Apfelstrudel war traumhaft! Den besten Apfelstrudel gab es im Café Drechsler direkt am Naschmarkt. Warm, saftig, knusprig, mit einem Hauch Orient (Rosenwasser?). Apfelstrudel (oder Mohnstrudel oder Kirschstrudel oder Milchrahmstrudel) muss dringend so schnell wie möglich auch in der heimischen Küche gezaubert werden.

Beisl
Beisln sind kleine Kneipen oder Restaurants, die ursprüngliche Gerichte servieren oder diese neu interpretieren ("Neo-Beisl"). Der Schwerpunkt liegt dabei häufig auf regionalen und/oder Bioprodukten - und das ist genau mein Ding! Support your local Dealer! Da bin ich dabei! Im Cuadro, das berühmt ist für seine Bioburger, haben wir Wildburger mit geröstetem Kürbis gegessen und dazu feines Bier (Hausmarke!) getrunken.



Im Silberwirt gab es dann wie oben schon erwähnten Kürbisravioli mit Kernöl und Erdäpfelchips und Saftgulasch - etwas teuer als die Burger, aber unglaublich gut!

Der Naschmarkt
Natürlich haben wir auch den kulinarischen Wiener Touristenmagnet besucht: den Naschmarkt. Klaro, es war schön, an den vielen feinen Essensauslagen vorbeizuspazieren und - logisch - ein paar Souvenirs habe ich dort auch gekauft. Aber ganz ehrlich: die Restaurants haben uns an jede x-beliebige Urlaubsstrandpromenade erinnert: ein Restaurant am anderen, draußen Speisekarten mit fotografiertem Essen (!) und die aus dem Urlaub bekannten hochmotivierten "Gästebeschaffungsangestellten", die jedem Vorbeiziehenden das Tagesgericht wie geschnitten Brot anpreisen und mit der Foto-beladenen Speisekarte wedeln. Nee, danke.

Macht aber gar nichts. In Wien gibt es unzählige gute Restaurants, Beisln, Heurige, Kneipen, Kaffeehäuser und auch kleine Snack-Shops mit Bagels und vielen anderen Leckereien (z.B. das Snackberry). Oder das Babette's: ein Buchladen nur mit Kochbüchern (es war das Paradies!), der neben Kochkursen auch einen kleinen, aber feinen Mittagstisch anbietet.


Ihr seht also: in Wien muss niemand verhungern.

Apropos verhungern: ich geh' jetzt mal in die Küche. Apfelstrudel machen. Und berichte euch davon.

Bis dahin ein wunderschönes Osterwochenende - ich drück ganz doll die Daumen für Frühling!





Freitag, 15. März 2013

Wochenend-Frühstück und Wegzehrung: Dattel-Nuss-Scones

Dieses Wochenende muss ich dringend noch was Schönes backen. Warum? Weil mein Backofen nun erstmal kalt bleibt. Ich melde mich kurz ab. Und komme hoffentlich mit tollen neuen Ideen zurück.

Bis dahin gibt es noch einmal feine Dattel-Nuss-Scones für ein perfektes Wochenend-Frühstück. Dann schultere ich mein Bündel und den Rest der leckeren kleinen Teilchen packe ich als Wegzehrung ein.

Das Rezept stammt mal wieder von der wunderbaren Cynthia Barcomi: 
Cynthia Barcomi's Backbuch

P.S. Wo es hingeht wollt ihr wissen? In meiner Abwesenheit werde ich wohl "a bissal was naschen"


Zutaten für etwa 8 Scones:

Trockene Zutaten:
315 g Mehl
50 g Zucker
2 TL Backpulver
eine Prise Salz
Schale einer Biozitrone

125 g kalte Butter

Flüssige Zutaten:
80 ml kalte Milch
1 TL Zuckerrübensirup
1 Ei

Weitere Zutaten:
50 g Walnüsse
120 g Datteln

Zubereitung:

Den Ofen auf 190°C vorheizen. Walnüsse in einer Pfanne ohne Fett rösten. Grob hacken und abkühlen lassen. Dann die Datteln hacken - wenn man sie leicht mit Mehl bestäubt, kleben sie nicht so aneinander.

Trockene Zutaten in eine Schüssel geben. Kalte Butterstückchen mit den Fingern in die trockenen Zutaten einarbeiten, bis eine grobkrümelige Masse entsteht. Die flüssigen Zutaten vermischen und zu den trockenen geben. Nur ganz kurz verrühren, so dass sich die Zutaten gerade so vermischen. Dann Datteln und Nüsse unterheben.

Den Teig auf die Arbeitsfläche geben und einen Kreis formen (etwa 2 cm dick). Den Kreis wie einen Kuchen in etwa 8 Stücke teilen.

20 Minuten backen und 10 Minuten auf einem Gitter auskühlen lassen. Scones schmecken mit Butter, Marmelade, Erdnussbutter und auch einfach pur.

Nach einem Rezept aus Cynthia Barcomi's Backbuch, Mosaik Verlag, München, 2007.

Mittwoch, 13. März 2013

Bei dem Wetter hilft nur eins: Cannelloni wie bei Muttern

Keine Ahnung, ob ich diesen verdammten Wintereinbruch überhaupt noch kommentieren muss. Meine Frühjahrsoutfits hängen im Schrank und scheinen jeden Morgen traurig, wenn ich sie links liegen lassen und zu den dicken Pullis greife. Aber der Frühling kommt. Auf jeden Fall. Nur vielleicht noch nicht heute. Bis es dann endlich soweit ist, muss man sich zu helfen wissen. Mit Suppen, Gulasch, Eintöpfen und mit Cannelloni. Deftige Tomatensoße, Hackfleisch und gaaaanz viel Käse (unter den dicken Pullis sieht man das Bäuchlein wenigstens nicht...)


Zutaten für 4 Personen:

1 Karotte
1 Zwiebel
2 Knoblauchzehen
10 Stiele Thymian
300 g Bio-Rinderhackfleisch
2 EL Tomatenmark
1 Dose Tomaten
250 ml Milch
1 TL Gemüsebrühe
50 g Parmesan, gerieben
125 g Mozarella, fein gewürfelt
1-2 Tomaten, in Scheiben geschnitten
ca. 20 Cannelloni guter Qualität
Salz, Pfeffer, Butter, Olivenöl

Zubereitung:

Karotte, Zwiebel und Knoblauch fein hacken. Thymian waschen und trocknen. Hackfleisch mit etwas Öl krümelig anbraten und mit Salz und Pfeffer würzen. Zwiebel, Knoblauch und Karotte hinzugeben und ein paar Minuten anbraten. Tomatenmark hinzugeben und kurz anschwitzen. Dosentomaten hinzugeben und Thymianblättchen untermischen. Etwa eine halbe Stunde kochen.

Für die Béchamelsoße 3 EL Butter in einem Topf schmelzen. 2 EL Mehl einrühren. 250 ml Wasser und 250 ml Milch unterrühren. Brühe hinzugeben. Dann aufkochen und etwa 5 Minuten köcheln lassen. Dabei weiterrühren.

Ofen auf 200°C vorheizen. 2 EL Béchamel in einer leicht gefetteten Auflaufform verteilen. Dann die Cannelloni nacheinander füllen. Dafür Cannelloni auf die Arbeitsfläche stellen und mit einem Teelöfel vorsichtig füllen. Nicht zu voll packen, sonst reißt der Teig später (sieht man auf dem Bild *hüstel). Die gefüllten Cannelloni in die Auflaufform schichten und alles mit Béchamelsoße übergießen. Tomatenscheiben und Käse obendrauf und dann geht's 40 Minuten in den Backofen.

Nach einem Rezept aus der "Lecker Trattoria" Special 2/2012, Bauer Living GmbH, Hamburg